Technik-Oskar-Preisträger Christoph Sprenger skypt aus Neuseeland mit der 3BK und mit Klassenlehrerin Prof. Schmidt. Wie kam es dazu? Sophie Blaska, Schülerin der 3BK, „outete“ sich, dass sie einen Onkel in Neuseeland habe, der im vergangenen Jahr den Technik-Oskar-Preis verliehen bekommen hatte. (Beiträge auf: salzburg.orf.at/stories/ und news.orf.at).

Der gebürtige Österreicher ist kein Schauspieler, nein, er ist Informatiker und hat den Technik-Oskar für bestimmte Simulationen erhalten. Sein Verfahren war in vielen Blockbustern der letzten Jahre zu sehen. In seiner Schulzeit hat er an einem Videoanimationswettbewerb teilgenommen und gewonnen. So ist eine Wiener Firma auf ihn aufmerksam geworden und hat ihn engagiert. Gemeinsam mit zwei Kollegen hat er 2016 eine neue Software für die Neuauflage des „Dschungelbuchs“ für die Simulation der vielen Fellhaare von Balu, Baghira & Co geschrieben.

„Wir mussten King Louies Haare machen – und das alte Haarsystem war dafür einfach nicht geeignet“, erzählt Christoph Sprenger heute, „es war einfach zu viel Detail in den Haaren notwendig. Da haben wir einfach ein neues System geschrieben, das wesentlich mehr Haare simulieren kann. Normalerweise simulieren wir immer nur einen Bruchteil der Haare. Bei unserem System ist es tatsächlich möglich, dass wir fast jedes Haar simulieren können.“

„Wo ist dieser Beruf erlernbar?“- wollten die Schülerinnen und Schüler wissen. Vieles hat er sich im Selbststudium beigebracht, für ihn sind die Unterrichtsgegenstände Mathematik, Physik und Chemie sehr wichtig und für eine realistische Animation ist naturwissenschaftliches Know-how notwendig.

Explosionen, die Reaktion von Haaren, Wasserläufe und Strudel kann man laut Sprenger ohne Mathematik und physikalische Kenntnisse nicht gut genug nachbauen. Seinem jüngeren Ich würde er empfehlen, sich in der Schule mehr einzubringen.

„Natürlich sind Versuch und Irrtum die besten Lehrmeister im Leben“, meinte Christoph Sprenger abschließend.

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