Bereits mehrere Monate befassen wir uns im BW- sowie BPQM-Unterricht mit der Thematik „Geschäftsidee entwickeln – Businessplan erstellen“. Alles Anlass genug für eine Exkursion in die Bundeshauptstadt Wien, um dort ein erfolgreiches Unternehmen zu besuchen – mit dem Ziel, sich über die Entstehung einer Geschäftsidee bis hin zur Entwicklung eines Businessplans und zur Gründung eines Unternehmens zu informieren. So machte sich die 2AK gemeinsam mit Prof. Zitz und Prof. Rutner auf den Weg nach Wien.

Erste Station war das Unternehmen „Lithoz“, ein Weltmarkt- und Branchenführer im Bereich des keramischen 3D-Drucks von Knochenersatzmaterialien. Nach dem freundlichen Empfang durch CEO Dr. Johannes Homa durften wir Fragen rund um die Unternehmensgründung stellen: „Wie kommt es zu einer solchen innovativen Geschäftsidee? Was sind Risiken einer Unternehmensgründung? In welchem Geschäftsjahr ab Gründung konnte der Break-even erreicht werden?“ Da das Unternehmen auch international agiert, wurden aktuelle wirtschaftspolitische Fragen zur Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump und die Wechselkurseinbrüche des Dollars gegenüber dem Euro diskutiert. Debattiert wurde auch, ob das Fehlen von Marktkonkurrenz wirklich vorteilhaft ist. Geschäftsführer Dr. Johannes Homa wurde von uns auch mit persönlichen Fragen konfrontiert. So wollten wir wissen, ob mit einer guten Geschäftsidee der Reichtum schnell erreicht werden kann und ob Selbständige überhaupt zu einer Work-Life-Balance finden können. Die Botschaft war klar: Übt man seinen Job gerne aus, so betrachtet man seinen Beruf weniger als Verpflichtung, sondern mehr als Hobby!

Neben all dem persönlichen Fleiß müssen zwingend gesetzliche Rahmenbedingungen im Prozess der Unternehmensgründung eingehalten werden. Auf Gesetze treffen nicht nur Unternehmen, sondern auch SchülerInnen im Alltag. Der Ursprung aller Gesetze liegt im Parlament – unsere nächste Station nach der Mittagspause. Im Sitzungsaal des SPÖ-Parlamentsklubs wurde wir von SPÖ-NR Maximilian Köllner herzlich empfangen. Dieser verschaffte uns einen umfangreichen Einblick in seine Arbeit, schilderte seinen Tagesablauf und informierte uns über den aktuellen U-Ausschuss. Im Anschluss ging es für uns in die ehrwürdigen Räumlichkeiten der Bundesratsversammlung, durch die imposante Säulenhalle und abschließend in den neu gestalteten Nationalratssaal. „Wusstet ihr, dass die längste Rede von über 12 Stunden von Herrn Werner Kogler gehalten wurde?“ Wir waren erstaunt! Eines dürfen wir auch verraten: Das Parlament hat einige Geheimgänge – diese blieben uns leider verborgen. Nach spannenden Stunden in Wien traten wir die Rückreise nach Neusiedl an.