Für ein halbes Jahr am anderen Ende der Welt

Seit dem 26. Januar 2019 bin ich nun schon in Kanada und bis jetzt war die Zeit unbezahlbar. Das Auslandssemester, welches ich hier in Kanada verbringe, ist eine tolle Gelegenheit für mich, die ich sehr zu schätzen weiß.

Ich lebe in Surrey, einer grӧßeren Stadt mit ca. 500 000 Einwohnern. Sie liegt am pazifischen Ozean ganz im Westen Kanadas, keine halbe Stunde mit dem Auto von Vancover, der Hauptstadt der Provinz British Columbia, entfernt. Hier bin ich in einer Gastfamilie untergebracht. Sie besteht aus einem jungen Pärchen, welches überaus freundlich und offen ist, und meiner spanischen Gastschwester. Sie selbst macht hier ein Auslandssemester und besucht dieselbe Schule wie ich, jedoch ist sie eine Schulstufe über mir. Sie ist einer der Gründe, warum ich einen sehr leichten Einstieg in das kanadische Leben hatte und auch der erste Schultag kein Problem war.

Ich gehe auf die Fraser Heights Secondary School, die von rund 1500 Schülerinnen und Schülern besucht wird. Im Gegensatz zu Österreich hat man an vielen Schulen Kanadas nur vier Fächer pro Semester und wechselt den Klassenraum nach jeder Unterrichtseinheit. Auch die Länge der Unterrichtsstunden differiert. Sie betragen jeweils 1 Std. 20 Min. und werden von 7 Min. Pausen zum Wechseln der Klassenräume getrennt. Nach zwei Fächern ist für eine Stunde Lunch Break, bevor man seine letzten beiden Unterrichtseinheiten hat.

Das Fächerangebot ist hier enorm, Sprachen wie Japanisch und Spanisch, praktische Fächer wie Woodwork oder Sculpturing und reguläre Fächer wie Mathematik, Physik oder Psychologie stehen zur Auswahl. Ich selbst habe mich für English, Spanish, Culinary Arts und Photography entschieden. Aufgrund des Stundenplans konnte ich leider nicht wie geplant ein Business-Fach belegen. Von der Schule werden auch viele Clubs und Sportteams angeboten, denen man beitreten kann. Ich bin an der Schule ein Teil des Track- and Field-Teams.

In meiner Feizeit habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, so viel wie mӧglich von der Umgebung zu erkunden. Natürlich habe ich Vancouver auf Grund der Nähe regelmäßig besucht, ich habe auch die Gelegenheit genutzt, Schi zu fahren. Eines von den Schigebieten ist Whistler, wo 2010 die Olympischen Winterspiele ausgetragen wurden. Auch ein Ausflug nach Victoria, die Hauptstadt von Vancouver Island, war ein Punkt auf meiner To-Do-Liste. Wenn es jetzt wärmer wird, werde ich einige von den vielen Seen in dieser Gegend und andere kleinere Städte besichtigen, bevor ich Ende Juni gleich zu Beginn der Ferien wieder nach Hause fliege.

Liebe Grüße aus Kanada

Deborah Schermann

Zurück zu den News
2019-05-14T08:20:35+00:00